drei Zehen an den Füßen
3–5 Jahre
15 – 30 kg
Südamerika
Pflanzenfresser
Der Nandu (Rhea) ist eine Gattung flugunfähiger Laufvögel aus der Familie der Rheidae, Ordnung Struthioniformes, und ähnelt dem afrikanischen und australischen Strauß. Sie werden etwa 150 cm hoch, haben lange Beine mit drei Zehen und relativ kleine Flügel. Sie leben in Südamerika. Polygame Männchen brüten die Eier mehrerer Weibchen aus und kümmern sich um die Jungen. Es gibt zwei Arten. Die Nandus (Rhea americana) sind Strauße aus den östlichen und südöstlichen Regionen Südamerikas. Der Name „Nandu“ stammt von den Ureinwohnern und kommt von dem Laut, den das Männchen während der Paarungszeit von sich gibt.
Sie ernähren sich hauptsächlich von grünen Blättern, die sie vom Boden abweiden, aber auch von Samen, Insekten und kleinen Tieren. Landwirte schätzen Nandus, weil sie die Umgebung von Schlangen, Heuschrecken, Skorpionen und Spinnen reinigen. Sie sind kleiner als afrikanische Strauße und haben drei Zehen an den Füßen. Männchen und Weibchen haben ein nahezu gleich gefärbtes Gefieder, wobei das Weibchen etwas kleiner ist und etwas hellere Farben hat. Die Flügel sind mit langen, weichen Federn versehen, die in der Paarungszeit zur Balz dienen, aber auch beim Laufen helfen, indem sie seitlich abgespreizt werden. Sie erreichen eine Höhe von 0,9–1,5 m und ein Gewicht von 15–30 kg.
Ihre Nester bauen sie versteckt im hohen Gras der Savanne. Ein Männchen hat fünf bis sieben Weibchen, die ihre Eier in dasselbe Nest legen. So können etwa 16–50 gelblich-weiße Eier zusammenkommen. Die Brut übernimmt ausschließlich das Männchen, das später auch die Küken führt. Die Brutdauer beträgt 36–44 Tage. Die Küken schlüpfen Anfang Februar und sind mit dunklen Längsstreifen im Flaum bedeckt. In den ersten fünf Wochen folgen die Küken nur dem Vater, danach schließt sich auch das Weibchen der Familie an. Oft schließen sich mehrere Familien zusammen, und dann kann man ganze Gruppen von Nandus gemeinsam auf der Savanne beobachten.