weiß, gefleckt
7–9 Jahre
300 – 400 kg
Südamerika, Peru
pflanzenfressend
Das Lama ist ein Kamelid, dessen Familie sich vor 40–50 Millionen Jahren in Nordamerika entwickelte. Der Begriff „Lama“ wird oft für alle drei Unterarten in Südamerika verwendet: Vikunja, Alpaka und Guanako. Diese Tiere wurden in der Andenkultur lange vor der Ankunft der Spanier als Lasttiere und Nahrungsquelle genutzt. In der Populärkultur wird das Lama meist mit der Inka-Zivilisation und Peru in Verbindung gebracht. Lamas sind soziale Tiere, die in Herden leben. Gut sozialisierte Lamas sind sehr freundlich und angenehm im Umgang mit Menschen. Sie sind neugierig und nähern sich oft freiwillig. Zu stark auf Menschen geprägte junge Lamas neigen jedoch dazu, Menschen wie Artgenossen zu behandeln – mit Drohgebärden, Tritten oder Spucken. Richtig gehaltene Lamas spucken nur selten auf Menschen. In der Herde spucken sie jedoch manchmal aufeinander, um rangniedrigere Tiere zu disziplinieren. Die soziale Hierarchie bei Lamas ist nicht fix – es gibt oft Kämpfe, besonders unter Männchen. Diese bestehen aus Bruststößen, Nackenkämpfen, Tritten und Spuckattacken.
Wusstest du schon?
● ein Lamaweibchen gibt ca. 60 ml Milch, deshalb säugt das Jungtier häufiger
● Lamas sind saubere Tiere und verrichten ihr Geschäft an festen Orten
● sie gehören zur Familie der Kamele (Camelidae)
● sie wurden bereits vor 4.000–5.000 Jahren in den peruanischen Anden domestiziert und als Lasttiere genutzt
● wenn man sie überlädt, verweigern sie einfach das Weitergehen
● Lama-Kot riecht nicht
● ihre Fellfarben reichen von schwarz über grau, beige, braun, rot bis weiß
● sie haben wilde Verwandte, die nicht domestiziert werden konnten: Vikunja und Guanako
● die Weltbevölkerung der Lamas beträgt ca. 7 Millionen
● ihre domestizierte Verwandte ist das Alpaka, das kleiner ist
● sie spucken nicht nur Speichel, sondern oft auch Mageninhalt oder halbverdautes Gras