Das Meerschweinchen (Cavia porcellus) war bis ins 20. Jahrhundert ein häufig genutztes Labortier. Es gehört zur Familie der Caviidae und ist wahrscheinlich mit „Cavia tschudii“ verwandt. In Europa und Asien wird es häufig als Haustier gehalten, unter dem Namen Meerschweinchen. Es stammt aus Südamerika, wo es zwischen 5000 und 2000 v. Chr. domestiziert wurde. Im 16. Jahrhundert wurde es als Haustier nach Europa gebracht, und von dort aus gelangte es nach Nordamerika. Das südamerikanische Meerschweinchen ist größer als das europäische und nordamerikanische und wird vom Menschen gegessen. Bis ins 20. Jahrhundert wurde es auch in Europa verzehrt.
Meerschweinchen sind nicht sehr beweglich, können aber über kleine Gegenstände springen. Sie sind keine guten Kletterer. Wenn sie aufgeregt sind, beginnen sie zu hüpfen (auf Englisch: popcorning). Außerdem sind sie sehr gute Schwimmer.
Die Sehkraft eines Meerschweinchens ist nicht so gut wie die eines Menschen, aber sie sehen nahe Objekte sehr gut. Die Laute, die sie von sich geben, dienen der Kommunikation.
Meerschweinchen können komplexe Wege zur Nahrung erlernen und sich diese über Monate hinweg genau merken. Ihre stärkste Problemlösungsstrategie ist die Bewegung.